Weber

Weingut und Buschenschank Weber

8511 St. Stefan ob Stainz, Lestein 73

 

Letztes Jahr haben Edi und Susanne Weber den Riesling als neue Varietät auf ihrem Weingut hoch über Stainz eingeführt. Diese Rebsorte scheint sich hier, auf den überwiegend kristallinen Böden aus verwittertem Gneis und Schiefer, sehr wohl zu fühlen. Ab dem Jahrgang 2019 ist eine gefragte „Steirersorte“ dazugekommen, nämlich Sauvignon Blanc. Auch bei den Schilchern gibt es eine Änderung: Aus der „Trilogie“ wurde der Ortswein Stainz, eine veritable Fruchtbombe. Nach wie vor seinem Ruf, ein Sir zu sein, entspricht der Schilcher aus der Ried Langegg. Nur in guten Jahren gibt es einen Rotwein aus der Blauen Wildbacherrebe. In den Verkauf gekommen ist nun die Reserve aus dem Frostjahr 2016, ein kühl angehauchter, geschmeidiger Wein der vornehmen Art. Mit Mathias Weber, Absolvent von Silberberg und Klosterneuburg, hat nun die vierte Generation in diesem Weingut Verantwortung übernommen. Seit 1928 ist es im Besitz der Familie, damals allerdings noch als landwirtschaftlicher Mischbetrieb. Die Weichen in Richtung Schilcher wurden 1978 gestellt. Es wurde in zeitgemäße Technik investiert. 1995 übernahm Eduard Weber die Regie, unterstützt wird er von seiner Frau Susanne, ebenfalls an der Weinbauschule Silberberg zur Weinbau- und Kellereifacharbeiterin ausgebildet; darüber hinaus ist sie Diplom-Sommelière. Man kann ohne Weiteres von einem önologischen Dreigestirn sprechen. Selbst in schwierigen Jahren keltern die Webers kultivierte und zugängliche Weine. Die ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern die Aromatik und in Verbindung mit den Bodenverhältnissen auch die Finesse. Diese Temperaturdifferenzen sind einerseits auf die recht hohe Lage der Weingärten zurückzuführen, andererseits auf die nicht weit entfernte Koralpe.

Quelle: Vinaria Wineguide 2020/21

 

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