Kamptal

 

Namensgeber ist der Fluss Kamp, Hauptort ist Österreichs größte Weinstadt Langenlois - und mit 3.907 Hektar Rebfläche und zahlreichen international bekannten Spitzenbetrieben ist das Kamptal eines der erfolgreichsten Weinbaugebiete des Landes. Auch Kultur und Tourismus haben hier besonderen Stellenwert. Die Bezeichnung Kamptal DAC steht für Weine aus Grünem Veltliner oder Riesling, entweder vom klassisch-mittelgewichtigen Typ oder als kraftvoll-trockene Reserve.

Im Kamptal stößt man immer wieder auf unterschiedliche Formationen: Von Löss, über Schotter zu markanten Kristallinzügen und roten, feldspatreichen Sandsteinen und Konglomeraten am berühmten Heiligenstein. Der Name verweist auf die höllische Sonneneinstrahlung, die ein heißes, trockenes Kleinklima verursacht. Speziell ist die Entstehung der Gesteine: sie sind zwischen 320 und 250 Millionen Jahre alt, wurden in einer Wüste als Sturzfluten abgelagert und beinhalten vulkanische Bestandteile.

Auf den steilen Terrassen am Südhang des Berges, so steil, dass keine dauerhafte Lössauflage angeweht werden konnte, wurzeln hauptsächlich Rieslingreben, die kraftvolle, mineralische und vor allem äußerst langlebige Weine hervorbringen. Der Donau zu verändern sich die Bodenformationen der Weinberge, hier sind auf breiten Löss- und Lehmterrassen ideale Voraussetzungen für klassische, aber auch kräftige Grüne Veltliner gegeben. Daneben spielen auch weiße und rote Burgundersorten, sowie auch der Blaue Zweigelt, ihre Stärken aus. Sie werden unter der Bezeichnung Niederösterreich vermarktet. Klimatisch macht sich im Kamptal die Dynamik zwischen dem heißen, pannonischen Becken im Osten und dem kühlen Waldviertel im Nordwesten bemerkbar. Das Spiel zwischen der Hitze am Tag und den eher zurückhaltenden Nachttemperaturen verleiht den Trauben große Aromafinesse und eine lebendige Säure.

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